Grundlegendes zum Synchronschwimmen
Als Synchronschwimmen wird ein Schwimmstil bezeichnet, der begleitet von Musik in einer Gruppe oder alleine ausgeführt wird. Dabei wird die Synchronität unter den Schwimmern und mit der Musik verfolgt. Synchronschwimmen ist eine Disziplin der Olympischen Spiele für Frauen. Während der DSV auch die Wettkampfteilnahme der Männer zulässt, sind nach den FINA-Regeln nur Wettkämpfe von Frauen zugelassen. Das Synchronschwimmen verlangt sehr hohe physikalische Leistungen, die unter dem Luftmangel und mit der Berücksichtigung des Rhythmusgefühls erbracht werden.
Geschichte des Synchronschwimmens
Das Synchronschwimmen ist seit hundert Jahren bekannt und existierte schon als Reigenschwimmen in der Zeit der Antike. In Deutschland fand zum ersten Mal 1957 ein Wettkampf im Synchronschwimmen statt. 1984 haben die Synchronschwimmer zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen in Los Angeles teilgenommen.
Der Wettkampf beim Synchronschwimmen
Beim Synchronschwimmen gibt es vier Disziplinen, die sich an der Anzahl der Teilnehmer unterscheiden. Es wird also Solo, im Duett oder in einer Gruppe aus maximal zehn Schwimmern geschwommen. In der Variante mit zehn Teilnehmern werden alle Disziplinen miteinander kombiniert. In manchen Ländern wird auch die Trio-Disziplin geschwommen. Bei der Bewertung werden Punkte von 1 bis 10 vergeben, wobei die Schwierigkeit der Vorstellung sowie die Umsetzung miteinbezogen werden. Es wird zudem die Stabilität und die Genauigkeit der Figuren berücksichtigt und auf die Synchronität geachtet.
Die Bewertungsstärke ist von der Anzahl der Teilnehmer abhängig. Die Technische bzw. Pflicht Kür dauert bis zu 2:50 Min, und die Freie Kür von mindestens 4:45 bis zu 5:15 Min. In der Technischen Kür wird die Ausführung der vorgegebenen Schwimmelemente in einer vereinbarten Reihenfolge erwartet. Die Freie Kür wird ohne Vorgaben ausgeführt. Beim Synchronschwimmen wird zwischen Altersklassen A, B, C, D und Junioren unterschieden. Schwimmerinnen ab 20 dürfen zudem bei den Wettmeisterschaften teilnehmen.
Allgemeines zum Synchronschwimmen
Das Synchronschwimmen erfordert die Fähigkeiten der Bodenturnerin, Wettkampfschwimmerin, Eiskunstläuferin oder Tänzerin. Da der Boden fehlt, ist der Schwierigkeitsgrad beim Synchronschwimmen noch höher. Erforderlich sind auch die Beweglichkeit und Anmut. Bekannte Synchronschwimmvereine in Deutschland sind unter anderem die Flensburger Fördenixen, die Münchener Isarnixen und die Donaunixen.
