Kunstspringen

Was genau ist Kunstspringen?

Schon das Wort Kunstspringen beinhaltet, dass dies ein Sport von hoher ästhetischer Ausstrahlungskraft, aber auch enorme sportliche Anstrengungen gefordert sind. Vielen Menschen sind Begriffe wie Kunst- und Turmspringen bekannt, jedoch wissen sie nicht, wie diese zu unterscheiden sind. Die genaue Definition des Kunstspringens lautet, dass dies die Wassersprung-Wettbewerbe von den beweglichen 1 Meter und 3 Meter Brettern sind, während das Turmspringen aus weit größerer Höhe vom festen Turm erfolgt.

Welche Wettkämpfe gibt es beim Kunstspringen?

Wettbewerbe im Kunstspringen gibt es für Frauen und Männer. Besonders interessant ist auch der Synchron-Sprung-Wettbewerb (vom 3 Meter Brett), bei dem nicht nur der Einzelsprung, sondern auch das Zusammenspiel der beiden Sportler und deren absolute Synchronität im Sprungablauf bewertet wird.

Welche Sprünge gibt es beim Kunstspringen? Welche Möglichkeiten der Ausführung gibt es?

Die Sprünge beim Wasserspringen werden in fünf Gruppen unterteilt. Es sind dies die Vorwärts- und Rückwärtssprünge, die Auerbachsprünge (Absprung nach vorne, Drehung rückwärts), die Delphinsprünge (Absprung rückwärts, Drehung vorwärts) und die Schraubensprünge. Die Sprünge beim Kunstspringen können in vier verschiedenen Ausführungen gezeigt werden. Dies sind die gestreckte, gehockte (Beine angewinkelt), gehechtete (die Hüfte wird gebeugt, die Beine bleiben gestreckt) und die freie Ausführung, die meist bei Schraubensprüngen gezeigt wird und bei der oft zuerst gestreckt, dann gehechtet gesprungen wird.

Wie werden beim Kunstspringen die verschiedenen Sprünge bewertet?

Das Kunstspringen ist wie auch Eiskunstlauf oder Dressurreiten eine Sportart, die von der Gunst der Preisrichter abhängt. Diese können natürlich nicht nach Gutdünken bewerten, sondern haben sich neben der Bewertung der künstlerischen Ausführung an diverse Kriterien und Einstufungen der Sprünge zu halten. Jeder einzelne Sprung hat beim Kunstspringen einen Schwierigkeitsgrad, der in tabellarischer Form von der FINA (der Internationalen Wassersportunion) aufgelistet wurde. Dieser Schwierigkeitsgrad wird mit der bei einem Sprung erzielten Punktzahl multipliziert.

Die Preisrichter bewerten unter anderem die Sprunghöhe und den Abstand des Sportlers zum Brett, die Körperhaltung, Spannung und technische Ausführung sowie die Eleganz und den Gesamteindruck des Sprunges. Auch das perfekte Eintauchen ist äußerst wichtig. Wenn bei einem Sportler das Wasser meterhoch aufspritzt, wird er keine gute Bewertung erlangen. Bei internationalen Wettbewerben werden die Sportler meist von sieben Richtern beurteilt, wobei die zwei höchsten bzw. niedrigsten Wertungen gestrichen werden und aus den drei anderen ein Mittelwert gebildet, der die Gesamtnote ergibt.