Segeln

Segeln – Geschichtliche und heutige Bedeutung

Der Begriff segeln umfasst die Fortbewegung eines Schiffs unter zur Hilfenahme der Windkraft. Historisch war diese Art der Fortbewegung von einem immensen Stellenwert, bot die Windkraft damals die einzige Möglichkeit die Meere zu befahren. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich dieser Zustand. Moderne, maschienengetriebene Schiffe lösten die Segelschiffe in den Industrieländern weitgehend ab. Daher ist das Segeln heutzutage vor allem als Freizeit- und Sportaktivität verbreitet. Teilweise werden in den Seestreitkräften noch Segelschiffe zu Schulungszwecken eingesetzt. Sie dienen aber vor allem dem Prestige.

Eigenschaften und Bauweisen von Segelschiffen

Es existieren verschiedenen Bauarten von Segelschiffen. Dabei lassen sich zwei grundsätzliche Typen unterscheiden, die Verdränger und die gleitenden Segelschiffe. Die Größe reicht von Einmannbooten, wie der Jolle, bis zu Großseglern, die zum segeln mehrere Mann Besatzung benötigen. Ein Segelschiff besteht allgemein aus drei erforderlichen Baugruppen, den Segeln, dem Rigg und einem oder mehreren Rümpfen. Die eingesetzten Materialien beziehungsweise Bauarten können stark variieren und bestimmen den Charakter eines Segelschiffes. Der Rumpf eines Schiffes kann beispielsweise aus Holz, Beton, Aluminium, Stahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt werden. Die Form und Anzahl der Segel ist ebenfalls von dem Einsatzzweck abhängig. Sie werden in der Regel in Schrat- und Rahsegel eingeordnet. Die Rigg umfasst den Mast und den Baum. Auch hier gibt es verschiedene Bauformen.

Gesetzliche Voraussetzungen

Segeln erfordert eine fundierte Ausbildung und ist in Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern, an gesetzliche Vorschriften gebunden. In den Küsten- und auf Binnengewässern gelten die Vorschriften und Führerscheine des jeweiligen Landes. Verlässt der Segler eigene Gewässer und besegelt andere Hoheitsgewässer, benötigt der Schiffsführer mindestens die Papiere, die in seinem Heimatland notwendig sind. Innerhalb Europas werden die Führerscheine anderer EU- Länder anerkannt. Außerhalb der EU Bedarf es einer etwaigen Klärung, welche Papiere und Führerscheine zum segeln notwendig sind. Beim Bootscharter wird als Voraussetzung ebenfalls häufig nach einer Legitimation gefragt. In Deutschland werden fünf amtliche Bootsführerscheinklassen, sowie zwei nichtamtliche unterschieden. Für ein Segelschiff ohne beziehungsweise bis zu einem 5 PS Motor, ist kein amtlicher Führerschein vorgeschrieben. Dieser ist lediglich für das führen eines motorisierten Segelschiffs mit mehr als 5 PS verpflichtend. Für Bootsführer besteht die Möglichkeit einen Binnen- oder einen See Sportbootführerschein zu erwerben. Letzterer befähigt den Schiffsführer sowohl auf See, als auch auf Binnengewässern zu segeln.