Wasserski – ein nasses Vergnügen
Wasserski ist eine immer beliebter werdende Wassersportart, sowohl im Freizeitsegment, als auch im Leistungssport. Diese noch recht junge Sportart wurde erstmals 1922 in den USA praktiziert. Der anfänglich für verrückt gehaltene US-Amerikaner Ralph Samuelson schnallte sich in Minnesota knapp drei Meter lange, selbstgefertigte Ski an die Füße, hielt sich an einem Seil fest und ließ sich dann von einem Motorboot über einen See ziehen. Daraus entwickelte sich beliebter Freizeitsport. Anfangs allerdings nur in besseren Kreisen ausgeübt, da nicht jeder über ein leistungsstarkes Motorboot verfügte, das in der Lage war, den Sportler zu ziehen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Wasserski ein immer populärer werdender Leistungssport und fand vor knapp 50 Jahren auch Einzug in Europa.
Alternative zum Boot: die Wasserskiliftanlage
Immer beliebter werden sogenannte Wasserskiliftanlagen auf einem Binnengewässer. Wie bei einem Skilift werden hier die Fahrer kreisförmig mit Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h um den See gezogen. Ein Elektromotor zieht Stahlseile, an denen Haltegriffe für die Wasserskifahrer befestigt sind, kreisförmig um den See. Durch diese Anlagen wurde Wasserski auch für absolute Anfänger attraktiv, da diese sich auch nach einem Abwurf sofort wieder in die Reihe der Fahrer anstellen können, ohne auf ein Boot warten zu müssen, quasi ein Endlosbetrieb. Wie beim Skifahren im Winter gibt es auch hier unterschiedliche Sportgeräte. Sei es die normalen Ski, Wakeboards, Teller oder Monoski. Halt finden die Füße in weichen Gummimanschetten. Einige Könner fahren sogar barfuß.
Wasserskifahren als Wettkampf
Wasserski-Wettbewerbe sind in verschiedenen, sehr vielseitigen Kategorien aufgeteilt. Es gibt Slalom, Trickski und das Springen. Aus der Kombination der Einzelergebnisse wird der Sieger des Gesamtklassements ermittelt. Besonders interessant für Zuschauer ist das Trickski. Dabei vollführen die Athleten innerhalb 2 x 20 Sekunden spektakuläre Tricks und Übungen verschiedener Schwierigkeitsgrade, die von einer Jury bewertet werden. Beim Springen gilt es, einen möglichst weiten Satz zu absolvieren. Dabei werden Spitzengeschwindigkeiten von 100 km/h erreicht. Beim Slalom gilt es, Bojen zu umfahren. Dabei wird die Ziehgeschwindigkeit permanent erhöht, bis eine maximale Geschwindigkeit erreicht wurde. Die Anzahl der fehlerfrei umfahrenden Bojen wird bewertet.
Vorrausetzungen für Wasserski
Jeder kann Wasserski ausüben. In Anfängerkursen können die problematischen Starts und Kurvenfahrten geübt werden. Ein gutes Balancegefühl, Koordinationsfähigkeit und etwas Kraft erleichtern das Wasserskifahren ungemein. Schwimmen sollten Interessierte allerdings etwas können, trotz Schwimmwesten im Anfängerbereich.
